
Vom Meer, von Strandgut, Bernstein, Feuersteinen und Hühnergöttern
Das Meer nimmt’s, das Meer bringt’s. An den Steilküsten Rügens geht
man von einem durchschnittlichen Küstenabbruch von 1 - 2 Metern im Jahr aus. Obwohl überall umfassende Maßnahmen zu Schutz und Sicherung der labilen Küstenzone durchgeführt werden, läßt sich daran wenig ändern. Ganz anders ist da die Situation
im Bereich der Haken und Buchten. An den seichten, von der Meeresströmung verschonten Rändern, werden jährlich 1 - 2 Meter Sand abgelagert, die die Insel quasi zum Ausgleich für Landeinbußen andernorts wieder vergrößern.
Das Meer bringt
hier aber nicht nur Sand, sondern auch Strandgut, eine Flaschenpost, Hühnergötter, Fossilien wie Donnerkeile, versteinerte Seeigel und mit etwas Glück findet man auch ein Stück Bernstein, das sogenannte Gold des Meeres. Ein ganz
besonderes Stück hält man in der Hand, wenn hier Einschlüsse von Pflanzenteilchen oder sogar Insekten, die vor 40 - 50 Mio. Jahren in klebrigem Harz von Nadelbäumen für immer eingeschlossen wurden. Noch älter sind die Feuersteine, eine
glänzend schwarze Masse, die aus Kieselsäure-Ablagerungen im Meer besteht. Abgestorbene Meeresorganismen wie Seeigel, Schwämme u.a. lieferten diese Säure, die zu Bändern und ganzen Schichten verschmolzen und verhärtet in den Kreideschichten
eingelagert ist. Mit diesen Steinen kann man beim Aneinanderschlagen Funken erzeugen, daher ihr Name - Feuersteine.
Willkommen auf der Insel Rügen
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